5.9 Simon bekommt einen neuen Begleiter

„Eichenholzfässer, gefüllt mit in Salz eingelegten Heringen – darauf wäre ich nie gekommen.“ Schmunzelnd wendet sich Simon an William Scott, der auf den letzten Meilen bis zum Hafen von Aberdeen neben ihm reitet. „Auf so eine Idee kommt wohl nur ein ausgekochtes Schlitzohr.“
„Mich als ausgekochtes Schlitzohr zu bezeichnen … Ich weiß nicht so recht“, sinniert der Schotte laut vor sich hin. Er dreht sich im Sattel um und vergewissert sich, dass bei seinen Begleitern alles in Ordnung ist.
„William, ich denke, Simon trifft den Nagel auf den Kopf“, mischt sich Cory Ferguson mit einem provokanten Grinsen ein, und Cleit Martin bestätigt: „Du hast manchmal sehr spezielle Einfälle – Schlitzohr geht schon in Ordnung.“
William geht nicht weiter auf die Neckereien ein und holt stattdessen seine goldene Taschenuhr hervor, um festzustellen: „Kurz vor eins.“ Dann zieht er das Uhrwerk auf und steckt die Uhr wieder zurück in seine Westentasche. „Wir sind gleich im Hafen. Männer, wir reiten direkt durch zu den Kais und schauen mal, ob wir mit etwas Glück ein Schiff nach Edinburgh finden, dass uns und unsere Ladung mitnimmt.“
Lange müssen sie nicht suchen. Am Anleger liegt ein in die Tage gekommener Dreimaster, „The Quiet One“, der mit Fässern, Kisten, aber auch Schafen und Pferden beladen wird. Schnell wird William Scott mit dem Ersten Offizier handelseinig und die Männer dürfen sich an Bord begeben und auf dem oberen Lagerdeck einen Schlafplatz einrichten. Während sich Dugal McIntyre und Gow Duncan um das Verladen der Fässer und der Fuhrwerke kümmern, bringen Cleit Martin und Cory Ferguson die Pferde auf dem Oberdeck unter und versorgen sie dort mit Wasser und Futter. Als die Sonne sich dem Horizont nähert, kommen auf William Scotts Geheiß hin alle Männer auf dem Oberdeck zusammen. „Freunde, es ist jetzt etwa fünf Uhr und unsere Arbeit für heute ist getan. Da das Schiff erst morgen früh in Richtung Edinburgh aufbricht, sollten wir zu Abend essen und uns bei ein paar Bier entspannen. Ihr seid Gäste von Scott & Baxter.“
„Ich kenne niemanden unter uns, der dir diesen Wunsch abschlagen würde, William“, lacht Alec McIntosh und zeigt dabei eine seiner Zahnlücken.
„Wohin sollen wir gehen, in den nächstbesten Pub?“ Cory Ferguson wirft suchende Blicke über den Anleger im Hafen.
„Was haltet ihr vom Ma Cameron‘s in der Little Belmont Street?“, meint William. „Den Pub gibt es schon seit über hundert Jahren, und ich bin mir sicher, dass wir dort etwas Gutes zwischen die Zähne bekommen.“
Kurz darauf schlendert die Gruppe schon über die Union Street, biegt dann nach rechts in die spärlich beleuchtete Back Wynd und anschließend nach links in die Little Belmont Street. Gleich am Anfang der Straße finden sie Ma Cameron’s Pub. Das Lokal ist gut gefüllt und die Männer haben Mühe, einen freien Tisch zu finden, an dem sie alle Platz haben. Umständlich werden Stühle und Hocker gerückt, aber nach dem ersten Gewusel sitzen schließlich alle an einem derben alten Eichenholztisch. In der abgewetzten Tischplatte haben sich offenbar Generationen von Gästen schnitzend verewigt.
„Gut besucht“, stellt Simon fest und lässt seinen Blick durch den Pub wandern.
„Aye“, nickt Cleit Martin und vermutet: „Spricht für das Essen hier.“
„Oder für das Bier“, hält Dugal McIntyre dagegen.
„Dann werde ich einmal einige Halbe bestellen“, erklärt William. „Hilft jemand tragen? Dabei können wir gleich schauen, was es zu essen gibt.“
„Ich werde dir helfen.“ Gow Duncan folgt William zum Tresen. Als sie zurückkommen, haben sie alle Hände voll zu schleppen. Biergläser und Besteck werden auf dem Tisch verteilt und Gow erklärt: „Stout für jeden. Ich durfte es probieren: schwarz wie die Nacht, vollmundig, kräftig und würzig. Etwas für Männer wie uns.“
„Und was gibt es zu essen?“, fragt Alec McIntosh mit kritischem Unterton. „Hoffentlich kein Haggis!“
„Schmeckt dir Haggis etwa nicht mehr?“, gibt sich William erstaunt.
„Doch, aber in den letzten Wochen hatten wir doch kaum etwas anderes.“
„Sie bringen uns gleich Lammbraten mit Kartoffeln und Wirsing.“
„Gott sei Dank!“, platzt es erleichtert aus McIntosh heraus. „Ach, ehe ich es vergesse, William: Hast du nicht gesagt, der Pub ist über hundert Jahre alt?“
„Aye, bin mir ziemlich sicher.“
„Ziemlich oder ganz sicher? Machen wir doch eine kleine Wette. Wenn er über hundert Jahre alt ist, laden wir dich zum ersten Whisky ein. Ist er noch keine hundert Jahre alt, dann zahlst du die erste Runde.“ Als Rückversicherung schaut McIntosh seine Freunde an, die allesamt zustimmend nicken.
„Aye, abgemacht, Alec.“ William reicht McIntosh die Hand.
Zwei weitere Runden Stout kommen an den Tisch, bis der Lammbraten serviert wird. Bevor sich die Bedienung, ein kleiner, kräftiger Mann mit einer großen Ankertätowierung auf dem linken und einer Meerjungfrau auf dem rechten Unterarm, wieder vom Tisch entfernen kann, fragt McIntosh: „Hey, sag einmal, wann wurde dieser Pub gegründet?“
„Lange her“, brummt der Mann. „Ich würde sagen … hm …“ überlegt er einen Augenblick. „Sehr lange her.“
„Aye, aber wann genau wurde er gegründet?“
„In welchem Jahr? Oh Gott, warum müssen Sie das wissen?“
„Wir haben um eine Runde Whisky gewettet. Also, können Sie uns helfen?“ McIntosh wird ungeduldig.
Der Mann geht zum Tresen und spricht mit seinem Kollegen hinter dem Zapfhahn. Als er nach einigen Minuten mit einem Tablett voller Stoutgläser zurückkehrt, fragt McIntosh aufgeregt, den Zapfer fest im Blick: „Ist das derjenige, der die genaue Antwort kennt?“
„Aye, er ist der Chef. Er sagt, der Pub wurde 1746 gegründet.“
„Und da ist er sich ganz sicher?“, vergewissert sich McIntosh.
„Aye. Sein Großvater hat im April 1746 in der Schlacht bei Culloden gegen die Rotröcke gekämpft.“
„Danke.“ McIntosh lacht erleichtert und schaut in Williams Richtung. „Da ist wohl eine Runde Whisky fällig, denn wir haben jetzt 1834 und somit fehlen noch fast zwölf Jahre.“
„Ist in Ordnung, Alec, Wettschulden sind Ehrenschulden.“ Bevor sich die Bedienung abwenden kann, fragt Scott: „Haben Sie einen kräftigen Whisky?“
„Wie wäre es mit einem Glen Garioch?“
„Ausgezeichnet, den nehmen wir.“
In diesem Augenblick tritt ein junger blonder Mann hinter William, beugt sich zu ihm hinunter und begrüßt ihn freundlich: „Guten Abend, William, geht es gut?“
Der Angesprochene dreht sich um und beginnt zu lächeln. „Aye, alles gut, Edgar. Wir werden morgen nach Edinburgh segeln.“
Simon sitzt William Scott am Tisch genau gegenüber und mustert den Fremden eindringlich. Dieser junge Mann kommt ihm irgendwie bekannt vor, auch wenn er sich im Augenblick nicht erinnern kann, aus welchem Zusammenhang er ihn kennt.
„Edgar, lass uns einen Augenblick vor die Tür gehen“, schlägt Scott vor. „Die Lautstärke hat hier ist ja kaum auszuhalten.“
„Aye, ist mir recht“, erklärt der junge Mann.
Kaum hat er mit William den Pub verlassen, wendet sich Simon an den neben ihm sitzenden Brodric Muir: „Der blonde Kerl, mit dem William gerade hinausgegangen ist – ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ihm schon einmal begegnet bin. Ich weiß aber nicht mehr, wo und wann …“
Der Kutscher Dugal McIntyre grinst breit, sodass er seine ungepflegten Zähne kaum verbergen kann, und erklärt: „Aye, selbstverständlich hast du ihn schon gesehen, allerdings nur sein Gesicht. Deshalb kannst du ihn vielleicht noch nicht zuordnen.“
„Dann hast du ihn also auch gesehen?“, wendet sich Simon an seinen Tischnachbarn.
„Aye, habe ich. Wir alle kennen ihn!“, bemerkt Brodric Muir wie selbstverständlich.
„Jetzt spann mich doch nicht auf die Folter! Wer ist der Kerl?“
„Second Lieutenant Edgar FitzGerald“, erklärt McIntosh.
„Der Offizier der Rotröcke? Potzblitz, das ist er! In Uniform und Mütze sieht er völlig anders aus.“
„Aye, das stimmt!“, bestätigt Brodric Muir.
Just in diesem Augenblick kommt William Scott zu ihnen zurück, lässt sich wieder auf seinem Stuhl nieder und fragt in die Runde: „Wer ist was? Habe ich etwas verpasst? Ach ja, Männer, schöne Grüße von Edgar.“
„William, du kommst gerade zur rechten Zeit“, meint Brodric. „Simon hat herausgefunden, dass wir Second Lieutenant Edgar FitzGerald durchaus näher kennen.“
„In der Tat, so ist es. Allerdings kannten wir Edgars Vater Rupert FitzGerald noch viel besser. Wir waren viele Jahre mit ihm befreundet … Er diente in unserer Einheit, musst du wissen.“
„Rupert war in der Schlacht von Talavara im Juli 1809 dabei“, ergänzt Brodric. „Wir haben Seite an Seite gekämpft.“
„Der Vater von Second Lieutenant Edgar FitzGerald ist ein Freund von euch, und der Sohn arbeitet an entscheidender Stelle für den britischen Zoll?“ Simon schaut ungläubig in die Gesichter der Männer.
„War, Simon“, stellt William Scott mit einem schwermütigen Unterton richtig. „Rupert FitzGerald ist am 4. April 1812 bei der Belagerung von Badajoz gefallen – Kopfschuss. Edgar muss zu diesem Zeitpunkt etwa vier Jahre alt gewesen sein. Er hat kaum noch Erinnerungen an seinen Vater. Nach der Schlacht von Waterloo 1815 habe ich Edgar und seine Mutter Hazel suchen lassen und bin in York fündig geworden. Edgar hat übrigens noch eine Schwester; ihr Name ist Marley, sie ist drei Jahre älter als Edgar und heute eine bildhübsche Frau. Thomas und ich haben die FitzGeralds seit jener Zeit finanziell unterstützt und auch etwas nachgeholfen, als Edgar zur Royal Army wollte.“
Simon weiß nicht so ganz, was er von der Geschichte halten soll. „Dass ihr die Familie FitzGerald unterstützt, finde ich außergewöhnlich lobenswert, William. Aber könnte es sein, dass die überraschende Zollkontrolle gar nicht so überraschend für euch kam?“
Nun wendet sich Alec McIntosh an Simon: „Darf ich etwas dazu sagen?“
„Ja, sicherlich!“ William freut sich deutlich über die Unterstützung.
„Simon, würdest du William aus seiner Zeit bei der British Army kennen, würdest du diese Sache nicht so argwöhnisch betrachten. William hat immer versucht, das Risiko seiner Soldaten und Kameraden so gering wie möglich zu halten. Daran hat sich bis heute nichts geändert – sowohl in Bezug auf seine Freunde als auch auf die ihm am Herzen liegenden Schwarzbrenner wie Familie McNeil. Genauer betrachtet ist das Ganze auch keine große Sache. Durch kleine Hinweise vom Second Lieutenant sind wir in der Lage, unsere Einkäufe reibungslos abzuwickeln. Würde man unsere kampferprobte Truppe auf frischer Tat ertappen und festnehmen wollen, wäre wohl für jedermann nachvollziehbar, dass wir gezwungen wären, uns zur Wehr zu setzen. Deshalb verhindert William im Grunde genommen nur, dass der eine oder andere Rotrock oder vielleicht sogar der Riding Officer Schaden nehmen könnte.“
Brodric Muir versichert: „Williams Zusammenarbeit mit Edgar ist ein Akt der Nächstenliebe, denn wir schützen die Rotröcke vor eventuellen Verletzungen.“ Er hebt seinen Bierkrug in die Höhe und die anderen tun es ihm gleich. „Ein Prosit, in Gedenken an Rupert und die glorreichen Zeiten bei der British Army!“
„Auf die glorreichen Zeiten, Männer!“, bestätigt William Scott und wendet sich mit seinen nächsten Worten vertrauensvoll an Simon: „Wir wollen nicht um den heißen Brei herumreden: ein Teil unserer täglichen Arbeit ist illegal. Unter Einbeziehung aller beteiligten Parteien – König und Vaterland, Whiskybrenner, Whiskytrinker und meine Freunde hier am Tisch – versuchen Thomas und ich einen vernünftigen Weg zu gehen und die Belange aller ausreichend zu berücksichtigen. Lob und Anerkennung haben wir dafür sicherlich nicht verdient, aber vielleicht braucht es auch Menschen wie uns.“
„Mir steht es nicht zu, über euch zu urteilen“, versucht Simon klarzustellen. „Das Erlebte und Gehörte ist bei mir sicher verwahrt. Aber einen gewissen Respekt für die Organisation dieses komplexen Unternehmens und die Art und Weise seiner Ausführung muss ich euch doch zollen.“
„Auf William Scott und Thomas Baxter!“, ruft Cleit Martin und stemmt erneut seinen Bierkrug in die Höhe.

Herrlich frisch perlt der Champagner in dem Glas, das Simon in seiner Hand hält. Es ist ein Louis de Sacy, wie William ihm erklärt hat. Die Empfangshalle von Scott & Baxter, Wine & Spirit Merchants, ist festlich geschmückt und Simon blickt zwischen all den fein gekleideten Damen und Herren in bekannte und wesentlich mehr unbekannte Gesichter. Der Abschied aus Edinburgh kommt mit großen Schritten näher. Morgen, am späten Vormittag des 30. September 1834, wird die „Ocean Dream“ die Segel setzen und in Richtung London aufbrechen. Mit Wehmut schaut Simon auf die vergangenen ereignisreichen Wochen zurück, in denen er mit William Scott und seiner wilden Schottenhorde in den Highlands unterwegs war.
„Ist das nicht herrlich, Mr. Brown? Mr. Scott und Mr. Baxter zeigen sich sehr großzügig, uns zu verköstigen, und jetzt auch noch dieses Fest!“ Connor O’Brien, Offizier der „Ocean Dream“, ist sichtlich begeistert.
„Nun, für uns wird dieses Fest zwar nicht gegeben, aber dabei zu sein sollte uns eine große Ehre sein“, stellt Kapitän George Boyt fest, der neben Simon steht. Der Kapitän erhebt sein Champagnerglas und lächelt einer Person zu, die sich auf der anderen Seite des Raumes befindet. Als Simon seinem Blick folgt, erkennt er Eleanor, die Gattin von William Scott, die es George gleichtut. Sie steht in einer Runde mit mehreren Herren.
„Hübsche Person und so wortgewandt“, stellt der Kapitän der „Ocean Dream“ fest. „Passen sie gut zusammen, Simon?“
„Du meinst Eleanor und William Scott?“
„Ja, wen denn sonst? Sie ist eine hinreißende Person. Ich durfte sie in den letzten Wochen etwas näher kennenlernen. Sie ist sehr gebildet, ausgesprochen selbstbewusst, und gleichzeitig wirkt sie zart und verletzlich.“
„George, ist sie nicht ein wenig zu alt für dich? Vielleicht auch ein bisschen zu verheiratet?“
„Um Gottes Willen, Simon! Nein, untersteh dich, so etwas auch nur zu denken!“, flüstert George Boyt aufgebracht. „Ich meine nur, ob sie deiner Meinung nach zusammenpassen?“
„Im Gegensatz zu dir kenne ich sie eigentlich gar nicht. Wann habe ich sie schon gesehen, geschweige denn mit ihr gesprochen? Beim Abendessen auf der ‚Ocean Dream‘ und jetzt ein wenig in den letzten zwei Tagen.“
„Aber dafür warst du mit William Scott wochenlang in den Highlands unterwegs. Was ist er für ein Mann?“
„Nun …“ Simon stockt kurz, um sich zu konzentrieren. „So, wie ich ihn in Edinburgh kennengelernt habe, ist er ein Gentleman durch und durch. Ich würde ihn als einen freundlichen, weltgewandten Geschäftsmann mit Anstand und Moral umschreiben. Jemand, der vom Schreibtisch aus dirigiert und lenkt. In den Highlands dagegen habe ich einen strategisch denkenden Krieger kennengelernt, der alles gibt und in erster Linie kämpft. Dabei hat er immer einen Blick für seine Kameraden, verliert niemals sein Ziel aus den Augen und ist auf dem Weg dorthin bereit, auch unkonventionelle Methoden anzuwenden.“
Noch bevor Simon antworten kann, unterbricht sie eine fröhliche, helle Stimme: „Hallo, Mr. Boyt, Mr. Brown, dürfen wir vielleicht einmal stören?“ Es ist Eleanor Scott, die an der Seite eines unbekannten Mannes vor George und Simon steht. Ihr Begleiter ist von recht großer schlanker Gestalt, hat dunkle kurze Haare und einen modischen Backenbart.
„Mrs. Scott“, antwortet George mit einer angedeuteten Verbeugung. „Sie stören nicht.“
„Entschuldigen Sie, eigentlich ist es Williams oder Thomas‘ Aufgabe, ihnen diesen Herrn vorzustellen – ich kann aber beide gerade nicht finden.“ Eleanores Blick gleitet über die Köpfe der Gäste im Raum. „Da es sich um einen guten Freund der Familie handelt, verzeihen sie mir vielleicht …“
„Machen Sie sich keine Sorgen, Mrs. Scott“, bemüht sich George sie zu beruhigen, „wir wollen die Etikette nicht überstrapazieren.“
„Beruhigend zu wissen“, erwidert Eleanor mit einem zurückhaltenden Lächeln. „Darf ich vorstellen? John, das sind Mr. Simon Brown, Inhaber von Simon Brown Traders aus Boston, und Mr. George Boyt, Kapitän der ‚Ocean Dream‘. Und dieser Herr neben mir ist John Crabbie aus Edinburgh. Mr. Crabbie sucht für seinen Ingwerwein einen Transporteur nach Indien, und da Sie in naher Zukunft nach Bombay segeln werden, dachte ich, es wäre eine gute Idee, Sie miteinander bekannt zu machen.“
„In der Tat, Mrs. Scott. Platz an Bord hätten wir noch und wenn der Preis stimmt, steht der Sache nichts im Wege.“ Der Kapitän zeigt sich zuversichtlich.
Nun ergreift John Crabbie das Wort. Er scheint vielleicht sechs oder sieben Jahre älter als Simon zu sein und macht einen freundlichen Eindruck. „Ich könnte morgen in der Frühe zu Ihnen aufs Schiff kommen; dann könnten wir die Formalitäten klären. Der Ingwerwein ist bereits in Transportkisten verpackt und könnte bis Mittag bei Ihnen an Bord sein.“
„Hört sich gut an“, meint George Boyt und schaut Simon an. „Was meinst du?“
Simon ist nicht ganz bei der Sache. Nachdenklich fragt er: „Crabbie’s Green Ginger Wine … Sind Sie dieser Mr. Crabbie?“
„Ja, genau, der bin ich. Hatten wir etwa schon das Vergnügen, Mr. Brown?“
„Nein, nicht persönlich. Aber Ihren Ingwerwein durfte ich schon genießen, und zwar in einem Pub in London, ‚The Dock’s Inn‘. Ein Inder namens Naresh Yadav hat mich dazu eingeladen.“
„Der Ingwer stammt aus Indien, deshalb sind die Inder unserem Ingwerwein recht zugetan. Bei uns im Vereinigten Königreich ist er mittlerweile heiß begehrt. Gerade nach der Choleraepidemie vor zwei Jahren entwickelte sich das Geschäft großartig, da Ingwer heilende Wirkung bei Cholera haben soll. Wie hat Ihnen unser Green Ginger Wine denn geschmeckt?“
„Ich muss sagen, ausgezeichnet … Er ist aromatisch, vollmundig und im Nachklang besitzt er eine gewisse Schärfe.“
„Ich sehe, Sie verstehen sich“, stellt Mrs. Scott zufrieden fest. „Die Herren entschuldigen mich; ich muss mich um die anderen Gäste kümmern.“
„Was sagen Sie, Mr. Brown“, fährt Crabbie fort, „wäre es für Sie in Ordnung, meinen Green Ginger Wine mit nach Bombay zu nehmen? Preislich werden wir uns schon einig werden, denn mir ist sehr daran gelegen, ihn in Indien stärker zu vermarkten.“
„Ich denke schon, Mr. Crabbie. Wenn der Kapitän einverstanden ist, was sollte ich dagegen haben?“
„Sie sind der Schiffseigner, Mr. Brown? Ganz schön jung für eine solche Position, wenn Sie mir die Feststellung erlauben“, stellt John Crabbie erstaunt fest.
„Ja, ich bin Anteilseigner und geschäftsführender Gesellschafter. Übrigens bin ich Jahrgang 1812 und damit zweiundzwanzig Jahre alt.“
„Verdammt jung …“ Crabbie wirkt nun doch ein wenig skeptisch. „Nun gut, wir alle müssen unsere Erfahrungen sammeln, nicht wahr?“
„Wer sehr jung anfängt, der hat mit Anfang zwanzig schon eine ganze Menge Erfahrungen machen dürfen, Mr. Crabbie“, springt George Boyt für Simon in die Bresche. „Mr. Brown ist im Alter von siebzehn Jahren alleine von Deutschland nach Amerika ausgewandert. An Bord der ‚Whitecap‘ haben wir uns übrigens kennengelernt …“
Während George über Simons Leben und Abenteuer berichtet und sich Simon in gewohnter Weise zurückhält, gesellt sich unauffällig eine hübsche junge Frau zu ihnen.
„… und Marala ist auch einer der wichtigen Gründe, warum wir auf dem Weg nach Indien sind“, schließt George Boyt und lächelt die junge Frau freundlich an. Das wiederum bemerkt John Crabbie und legt einen Arm um sie. „Hallo, Liebes, schön, dass es doch noch geklappt hat. Darf ich vorstellen? Meine Gattin Margaret. Wir haben gerade vor zwölf Tagen einen Sohn bekommen, unseren kleinen John Miller Crabbie, ein strammer Schotte.“ Stolz schaut John Crabbie in die Runde. „Margaret, das sind Kapitän George Boyt und Mr. Simon Brown.“
„Ich habe nicht alles von Ihrem Gespräch mitbekommen“, entschuldigt sich Margaret Crabbie. „Die arme Frau wurde wirklich verschleppt?“
„Ja, da sind wir uns mittlerweile ziemlich sicher“, bestätigt George.
„Um Gottes Willen, nach Indien? Womöglich fügt man ihr auch noch Leid zu!“ Erschrocken hält sich Margaret Crabbie eine Hand vor den Mund. Doch die Stimmung wird in diesem Moment von Thomas Baxter und dem Ersten Offizier Edgar Bradshaw aufgelockert, die in die Runde treten. Der wie immer ausgesprochen auffällig gekleidete Thomas Baxter hebt sein Glas in die Höhe und ruft: „Ein Prosit auf eine erfolgreiche, harmonische und langfristige Zusammenarbeit zwischen den Häusern Simon Brown Traders und Scott & Baxter, Wine & Spirit Merchants!“
Alle stimmen ein und nehmen einen Schluck des köstlichen Champagners. Dann merkt Simon, wie Margaret Crabbie ihn vorsichtig am Jackenärmel zupft und ihn aus der Runde herauszieht. „Entschuldigen Sie, Mr. Brown, aber ich platze vor Neugier. Bitte erzählen Sie mir die Geschichte von Marala. Wie wollen Sie versuchen, sie in einem so riesigen Land wie Indien zu finden?“
Simon nippt an seinem Champagner, bevor er antwortet: „Wissen Sie, Mrs. Crabbie, ich weiß nicht, wo sich Marala zur Zeit befindet; wir versuchen, ihren Spuren zu folgen. Ich kann nicht sagen, ob sie noch am Leben ist, wenn wir Indien erreichen werden, geschweige denn, ob ich sie finden werde. Das ganze Unternehmen kann noch Monate, vielleicht sogar Jahre in Anspruch nehmen. Aber eines kann ich Ihnen versichern: Ich werde alles tun, um mich zu vergewissern, ob sie noch lebt oder …“ Simon schluckt schwer.
„Sie müssen das Furchtbare nicht aussprechen, Mr. Brown, wenn es Ihnen schwerfällt. Ich bin mir sicher, dass Marala unendlich glücklich wäre, wenn sie wüsste, dass Sie ihr um die ganze Welt folgen. Da bin ich schon ein wenig eifersüchtig, wenn ich erfahre …“ – Mrs. Crabbies missfälliger Blick streift für Sekunden ihren Gatten und sie seufzt – „… dass jemand so sehr geliebt wird. Aber wie wollen Sie sie nur finden? Ist das nicht ein aussichtsloses Vorhaben – oder haben Sie vielleicht Freunde in Indien?“
„Ich werde hoffentlich in irgendeiner Art und Weise Unterstützung von der East India Company bekommen. Des Weiteren habe ich auf einer früheren Reise nach China einen indischen Händler aus Bombay kennengelernt, Jamsetjee Jejeebhoy, der mir sicherlich helfen wird.“
„Sie kennen einen Händler in Indien – persönlich?“, mischt sich John Crabbie in das Gespräch ein. Ein Blick in das pikierte Gesicht seiner Ehefrau veranlasst ihn, zu ergänzen: „Ich möchte mich natürlich nicht aufdrängen, aber vielleicht könnte der Händler auch Crabbie’s Green Ginger Wine verkaufen?“
„Ich werde ihn darauf ansprechen, wenn ich ihn sehe“, bestätigt Simon.
„Kapitän?“, meldet sich jetzt der Erste Offizier Edgar Bradshaw zu Wort, „ich bitte um Erlaubnis, mit den anderen Offizieren auf die ‚Ocean Dream‘ zurückkehren zu dürfen. Morgen liegt noch ein ganzer Berg Arbeit vor uns.“
„Sie haben recht, Mr. Bradshaw, wir sollten nun alle zusammen aufbrechen. Die anderen Offiziere sind bereits informiert?“
„Aye, Kapitän.“
George Boyt schaut Simon an, der zustimmend nickt, und zusammen machen sie sich auf, um sich von ihren Gastgebern zu verabschieden.

Der nächste Tag bringt windiges und nieseliges Wetter. Gegen Mittag ist die Mannschaft der „Ocean Dream“ damit beschäftigt, den Dreimaster zum Auslaufen zu rüsten. John Crabbie ist wie vereinbart gegen 7 Uhr in der Frühe auf dem Schiff erschienen und man ist schnell handelseinig geworden. In den nächsten Stunden haben die Männer eine große Menge Holzkisten, gefüllt mit Crabbie’s Green Ginger Wine, auf dem Lagerdeck verstaut und verzurrt.
George Boyt tritt an Deck, um den Fortschritt der Arbeiten zu begutachten. „Mr. Bradshaw, sind wir bereit zum Auslaufen?“
„Aye, Kapitän, die Ware ist unter Deck sturmsicher verstaut, und die Männer warten auf das Kommando zum Segelsetzen.“
In diesem Augenblick entsteht Bewegung auf dem Anleger vor dem Dreimaster. Eine elegante Kutsche fährt vor, zwei Personen steigen an der dem Schiff abgewandten Seite aus und spannen sogleich Regenschirme auf, so dass vom Achterdeck nicht zu erkennen ist, um wen es sich handelt. Simon, der neben George an Deck steht, erkennt nur ein Lederholster und bunte Schuhe. An der Gangway wird der Besuch von den Offizieren Robert Grey und Grady MacNamara empfangen und zum Achterdeck geleitet.
„Sir, die Herren William Scott und Thomas Baxter wünschen Sie zu sprechen“, meldet MacNamara.
„Aye!“ George geht den Besuchern entgegen. „Treten Sie doch näher, meine Herren!“
„Guten Tag, ich hoffe Sie haben wohl geruht“, eröffnet Thomas Baxter das Gespräch.
„Danke, Mr. Baxter, wir haben alles zum Auslaufen vorbereitet. Ihr Whisky wird auf dem Weg nach Indien in guten Händen sein.“
„Davon bin ich überzeugt“, nickt Baxter.
„Auch von mir einen schönen guten Tag!“ William Scott nickt dem Kapitän, dem Ersten Offizier und Simon Brown freundlich zu. „Wir möchten es uns nicht nehmen lassen, Sie persönlich zu verabschieden, denn so macht man es wohl unter guten Freunden. Wir haben in den letzten Tagen und Wochen mehr von einander erfahren und uns besser kennengelernt, und Thomas und ich sind zu der Überzeugung gekommen, dass wir unsere Geschäftsbeziehung zu Simon Brown Traders gerne ausbauen möchten.“
„Das freut mich außerordentlich“, erklärt Simon. „Aber auch wir wollen uns bedanken, denn du, William …“ – er wirft Baxter einen höflichen Blick zu – „… Sie, Mr. Baxter, haben keine Kosten und Mühen gescheut, es uns hier in Schottland heimisch zu machen.“
Thomas Baxter reicht Simon die Hand und sagt: „Simon, da wir uns schon seit London kennen und ich zweifelsohne der Lebenserfahrenere von uns beiden bin, möchte ich nun gerne das Du anbieten.“
„Einverstanden!“, entgegnet Simon.
„Gut, dann wäre das auch geklärt“, stellt Thomas Baxter nüchtern fest und schaut William an. „Außerdem hat William dir noch etwas zu sagen.“
„Danke, du lebenserfahrener Schotte.“ William Scott muss herzlich lachen. „Simon, durch unsere gemeinsame Zeit in Schottland und ganz im Besonderen auf unserer Reise durch die Highlands haben meine Freunde und ich dich recht gut kennen und schätzen gelernt. Gerade in Extremsituationen zeigt der Mensch ja am ehesten, wie er tickt. Bei dir haben wir den Eindruck gewonnen, dass du ganz gut zu uns passt. Von Brodric Muir soll ich dir natürlich ganz besonderen Dank überbringen, denn er würde wohl nicht mehr leben, hättest du nicht so beherzt gehandelt.“
William Scotts Worte werden langsam zu einer ausgewachsenen Rede und zudem auch etwas zu persönlich, was Simon ein wenig peinlich wird, deshalb versucht er, das Ganze etwas abzukürzen. „Das ist alles richtig, aber ich habe jetzt zwei Menschen auf dem Gewissen und bin damit noch nicht fertig.“
„Genau dieses dein Gewissen schätzen wir so an dir, Simon. Aus diesem Grund haben Thomas und ich darüber nachgedacht, was wir dir zur Erinnerung an deine erste Schottlandreise schenken könnten.“
„Aber das ist überhaupt nicht nötig – ich nehme unzählige Eindrücke und Erfahrungen aus Schottland mit. Außerdem habe ich sehr viel über Whisky, das Whiskybrennen und das Whiskygeschäft gelernt.“
„Mein lieber Simon“, mischt sich Thomas Baxter ein, „du bist sehr bescheiden – eine weitere Eigenschaft, die gut zu uns passt, insbesondere zu mir.“ Er hält kurz inne, dann beginnt er zu schmunzeln und fügt hinzu: „Bescheidenheit ist nicht gerade eine meiner Stärken.“
Gelächter breitet sich auf dem Achterdeck aus, dann erklärt William Scott: „Thomas und ich haben uns lange den Kopf darüber zerbrochen, was dir von Nutzen sein könnte, dich dein ganzes Leben begleiten und dich an uns erinnern würde.“
„Eine hübsche Dienerin, die ihn den lieben langen Tag verwöhnt“, wirft Robert Grey ein wenig vorlaut ein, wird aber von den übrigen Herren geflissentlich ignoriert.
„Wir sind nach reiflicher Überlegung zu einer anderen Entscheidung gekommen.“ William öffnet das Lederholster, das er mit sich führt, und zieht ein Gewehr heraus.
„Eine Baker Rifle!“, entfährt es dem Ersten Offizier ehrfurchtsvoll.
„Ja, eine Baker“, bestätigt William Scott ein wenig stolz, wobei ihm nicht entgeht, dass Simon ihn eher verständnislos anschaut. „Simon, ich kann mir schon denken, was dir jetzt durch den Kopf geht, aber – auch wenn es dir zur Zeit schwerfällt – betrachte den Vorfall nach Möglichkeit mit einer gewissen Sachlichkeit.“
„Verdammt, ein Gewehr“, schießt es Simon durch den Kopf. Am liebsten würde er das Geschenk zurückweisen. Allerdings würde er William und Thomas damit sehr enttäuschen, vielleicht sogar persönlich verletzten. Das will er auf keinen Fall … Nein, auf keinen Fall! Ihm muss etwas Vernünftiges einfallen.
Bevor er etwas sagen kann, rettet Edgar Bradshaw unbewusst die Situation, indem er bewundernd erklärt: „Die Baker Rifle ist echte britische Handwerkskunst, das wohl beste Gewehr unserer Zeit – genauer gesagt, eine Büchse, denn im Gegensatz zu einer Muskete verfügt sie über einen gezogenen Lauf, was ihre Treffsicherheit enorm verbessert. Sie wurde vom Londoner Waffenschmied Ezekiel Baker um die Jahrhundertwende entwickelt und während der Napoleonischen Kriege von den Riflemen, den Scharfschützen der British Army und der Königlich Deutschen Legion, eingesetzt. Sie hat eine Reichweite von mehr als dreihundert Yards. Gerüchten zufolge gibt es Schützen, die sogar aus über sechshundert Yards Entfernung damit noch einen Reiter aus dem Sattel holen. Mein Gott, Mr. Brown …!“
„Wir haben alle Beziehungen spielen lassen, um an diese Baker Rifle heranzukommen, die 1806 gebaut wurde.“ William drückt Simon die Waffe in die Hand.
Simon betrachtet das Geschenk nun näher und entdeckt ein Messingschild an der rechten Seite des Laufs. Darauf ist eingraviert: „Will. Scott & Th. Baxter, Scotland, Sep 30th 1834“.
„Damit du dich immer an deinen ersten Besuch hier bei uns in Schottland erinnerst, haben wir den heutigen Tag eingravieren lassen“, erklärt Thomas Baxter. „Simon, wir hoffen, dass wir uns alle alsbald wiedersehen werden!“
William räuspert sich. „Mit der Zeit, so hoffe ich, wird dir die Baker ein treuer Begleiter sein, denn man sollte sich nicht wehrlos oder hilflos in der Fremde aufhalten. Die besten Grüße auch von meinen Mitstreitern, deinen neuen Freunden vom Clan der MacLeans.“ William Scott reicht Simon zum Abschied seine Hand. „Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich soll dir von meiner Eleanor ausrichten, du sollst auf dich aufpassen.“
„Vielen Dank zurück, die Zeit in Schottland war grandios.“
Nun fühlt sich auch George Boyt verpflichtet, etwas Offizielles von sich zu geben. „Mr. Scott und Mr. Baxter, im Namen von Simon Brown Traders, meiner Wenigkeit als Kapitän der ‚Ocean Dream‘ und ihrer Mannschaft: Vielen Dank für die Gastfreundschaft und für das Vertrauen in unseren Dreimaster.“
Eine Stunde später sind die Segel gesetzt und die „Ocean Dream“ bewegt sich durch den Firth of Forth in Richtung Nordsee mit London als Ziel.

Meine erste Reise nach Schottland hat mich tief beeindruckt. Glücklicherweise sollte es nicht die letzte bleiben. Ich lernte viele interessante Menschen kennen, von denen mir der eine oder andere zum Freund wurde. Schon damals ahnte ich, dass die Verbindung zu William Scott und Thomas Baxter eine Besondere werden würde, und ich sollte recht behalten. Diese so unterschiedlichen Typen, die doch so gut zusammenpassten und -arbeiteten. William Scotts Art und Weise, Aufgaben anzugehen, bis ins kleinste Detail alle Unwägbarkeiten zu berücksichtigen und für alle Beteiligten das Risiko abzuwägen, waren Eigenschaften, die ich an ihm bewunderte. Dagegen stand allerdings seine Unterstützung vereinzelter Schwarzbrenner.
Die Frage war und ist für mich bis heute: Wird eine Straftat dadurch gemildert, dass man nicht nur an sich, sondern beispielsweise auch an die Familien der illegalen Whiskybrenner denkt und dadurch zum Gehilfen bei der Hinterziehung königlicher Steuern wird? Kann man darauf vertrauen, dass über einen gewissen Zeitraum alle Schwarzbrennereien lizensiert werden und sich das Problem dadurch von selbst löst? Meine Antwort lautet heute wie damals: Nein! Obwohl ich zugeben muss, im Fall der McNeils war ich geneigt …

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